Innerhalb von 3 Jahren konnte das Museum Experts Exchange Program insgesamt 39 chinesischen und 35 deutschen Museumsmitarbeitern die Möglichkeit zu einem einmaligen fachlichen und persönlichen Austausch bieten und so maßgeblich zur Vernetzung der beteiligten Museen beigetragen. Die Erfahrungen und Erlebnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind für die künftige Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Museen von besonderer Bedeutung und schaffen eine Grundlage des gegenseitigen Verständnisses für kommende Projekte.
Das Museum Experts Exchange Program wäre ohne die Förderung des Goethe-Institut Peking sowie der Museum & Research Foundation in Dresden nicht möglich gewesen. Für die großzügige Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen möchten wir uns herzlich bedanken.
Mit einem gemeinsamen Abendessen, einem traditionellen Feuertopf, beschließen wir den diesjährigen Aufenthalt in China. Viele Erlebnisse und Eindrücke nehmen wir mit nach Hause und freuen uns auf den Gegenbesuch der chinesischen Kollegen im Oktober in Berlin, Dresden und München.
Zum Abschluss noch ein paar kulinarische Impressionen von den letzten drei Wochen.
Am Nachmittag fahren wir zum Temple of Heaven (UNESCO Weltkulturerbe), der 1420 errichtet wurde. In der Ming Dynastie wurde dieser erweitert. Die Tempelanlage umfasst fast 3 Quadratkilometer und zahlreiche Gebäude, unter anderem der Hall of Prayer for good Harvests. Das heute vorhandene Bauwerk stammt aus dem 19. Jahrhundert, da das Vorgängergebäude abbrannte.
Am Mittwoch geht es nach dem Frühstück mit dem Minibus ins städtische Capital Museum. Die stellvertretende Direktorin erzählt, dass das Museum vor 35 Jahren gegründet wurde und seit 10 Jahren in einem imposanten Neubau untergebracht ist.
Im Anschluss werden wir durch die Dauerausstellung geführt und bekommen einen Einblick in die Geschichte der Stadt und Alltagskultur der Bewohner. Außerdem können wir zwei Sonderausstellungen über bedeutende archäologische Ausgrabungen besichtigen.
Bewohnt wurde die 1420 fertiggestellte Anlage von den Kaisern der Ming- und der Qing-Dynastie. Heutzutage zieht die Verbotene Stadt täglich mehr als 30.000 Besucher aus aller Welt an. Die Architektur steckt voller Symbole: Der Reiher steht beispielsweise für “den richtigen Weg” und auch den sechsten zivilen Beamtenrang der Qing-Dynastie.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen geht es zum Kaiserpalast - auch bekannt als Verbotene Stadt.
Auf dem Weg in die Mittagspause gewährt man uns einen Einblick in das Fotostudio des Museums, welches vor allem für Katalogfotografie genutzt wird. Hier arbeiten zehn hauseigene Fotografen, für die wichtigsten Objekte wird jeweils ein externer Spezialist beauftragt.
Die archäologischen Objekte der Sammlung werden in individuell angefertigten Boxen aufbewahrt, wie uns eine Mitarbeiterin berichtet.
Dienstag Vormittag sind wir zum zweiten Mal in dem National Museum of China zu Gast. Wir besichtigen ein Depot für chinesische Ölmalerei, in dem die Münchner Kollegen die Chance zum regen Austausch mit dem hiesigen Depotverwalter nutzen.
Bevor es weiter zum Entspannen in den angrenzenden Houhai District geht, bekommen wir noch eine private Akrobatikvorführung geboten.